Langsame Kristallnacht oder unbedenklich?

http://www.heise.de/tp/artikel/35/35449/1.html

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2011/0804/muslime.php5

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/691868/Molotowcocktail-auf-Moschee-in-Kufstein_Trio-verurteilt?from=suche.intern.portal

http://diepresse.com/home/panorama/integration/691255/Muslime-als-Zielscheibe-von-Angriffen?from=suche.intern.portal

http://books.google.com/books?id=zoU309XvfNIC&printsec=frontcover&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false

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Islamophobie als Folge einer beginnenden Integration?

Hab grad einen interessanten Artikel gelesen, der mich zu folgender Parallelen gebracht hat: Juden waren bis ins 18. bzw 19.Jhd nicht integrativer Teil der Gesellschaft. Sie lebten in Ghettos bzw Schtetl und meistens abgeschottet. Es gab zwar immer wieder Pogrome und Antisemitismus, aber erst als die Juden sich anfingen zu integieren und teilweise zu assimilieren, wurden sie als Gefahr angesehen. Was bekanntlich zu einem holocaust führte. Wobei gerade im 19Jhd dei Aufklärung usw. in Europa langsam Fuß fasste.
Also: Solange die Juden in ihrer Welt lebten und wenig Kontakt mit der anderen Bevölkerung bestand wurden sie nicht als große Gefahr gesehen.
Parallel dazu sah man muslimische Gastarbeiter usw. auch nicht als große Gefahr, solange sie ihre Moscheen und Kulturvereine in Hinterhöfen hatten und sich nach der Fabriksarbeit in ihrem “Mileu” verzogen. Letztendlich waren sie ja nur als Gäste hier, Gastarbeiter eben. In den letzten Jahren zeigen die Muslime aber immer mehr, dass sie Teil der Gesellschaft sein wollen und sind. – Weg vom Gastarbeiterimage hin zur Integration. Natürlich nicht alle. Aber das ist ein Prozess. Ok, damit werden diese Menschen aber sichtbar und fordernd (nämlich die Forderung als ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft). Für viele Einheimische stellt das eine Gefahr da, ja die Gefahr wird sichtbar. Das gilt natürlich wiederum nicht für alle.
Früher sah man den Fremdenhass und Rassismus als Teil der Arbeiterschicht. Denn die meisten Migranten stellten billige Arbeitskräfte dar. Langsam, und das ist wieder ein Anzeichen der Integration, arbeiten sich die Gastarbeiterkinder (zum Teil als Akademiker) hoch. Das führt dazu, dass dieses “Problem” nicht nur eines der Arbeiterschicht ist, sondern langsam der ganzen einheimischen Gesellschaft. Früher konnte man als gutbürgerlicher Mensch die Schuld dem “rassistischen Pöbel” anheften.

Was ist der Faden, der sich durchzieht? Warum werden diese Menschen als Gefahr gesehen? Einfach weil sie noch immer als Fremde gesehen werden, als Eindringlinge, nicht als Teil der Gesellschaft und gleichberechtigte Staatsbürger. Solange es eine “Angriffsfläche”, wie anderes Aussehen, andere Religion, anderer Name, gibt, ist das Risiko auch groß von der Mehrheitsgesellschaft als Fremde angesehen zu werden. D.h. dem katholischen Thomas Novak aus Brünn wird das weniger passieren als dem muslimischen Amadou Mbeki aus Ghana.

Anderseits sehen viele ihre Identität als Ablehnung einer anderen Identität. Man weiß nicht wofür man steht. Deswegen braucht man wahrscheinlich Feindbilder. Feindbilder machen vieles einfacher und bieten eine bequeme Antwort auf quälende Fragen.

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Wie schauen Moscheen in Europa aus

Bilder, die zeigen, wie unterschiedlich Moscheen in Europa (Deutschland, Frankreich, GB, Italien) aussehen können und das sie nicht dem Ortsbild schaden müssen. (Dass heißt aber lange nicht,dass sie ästhetisch sind.)

Deutschland:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Mosbach_Moschee.JPG&filetimestamp=20080322140223

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Omar_ibn_Al_Khattab_mosque_berlin_kreuberg.jpg&filetimestamp=20080225223026

http://www.freunde-abrahams.de/fa_dt/fotos/penzberg/moschee_nacht.jpg

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:BillepromenadeBergedorf2008.jpg&filetimestamp=20080929135754

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Moschee_Wilmersdorf.jpg&filetimestamp=20091003124326

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Fatih-Moschee_Essen_Katernberg3.jpg&filetimestamp=20081223194248

Rest:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Mosque_Paris_Aug_2006_002.jpg&filetimestamp=20061002114313

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:La_Grande_Mosque_Evry.jpg&filetimestamp=20080102140509

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Green_Lane_Mosque_sym.jpg&filetimestamp=20080213190958

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Finsbury_park_mosque.jpg&filetimestamp=20080229193405

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Dublin_Mosque.jpg&filetimestamp=20080724155314

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Moschea_00497.JPG&filetimestamp=20060805154510

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Ahmadiyya_mosque_Oslo.jpg&filetimestamp=20060306075721

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:London_Central_Mosque2.JPG&filetimestamp=20080208094512

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Wfm_glasgow_central_mosque_front.jpg&filetimestamp=20060115230736

Keine Moscheen:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Karlskirche_Wien.jpg&filetimestamp=20080422171615

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Dresden_Yenidze2.jpg&filetimestamp=20070527215923

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Wien-Unterd%C3%B6bling_Zacherl-Haus.jpg&filetimestamp=20050622202804

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Verbotsgesetz?

Die Schweiz hat abgestimmt und, wie üblich, wurde alles mögliche in äußerlich sichtbare Symbole hineininterpretiert. nur so lässt sich die Ablehnung der Schweizer erklären. Bei (an)fassbaren und greifbaren Dingen kann man Vorbehalte zum Ausdruck bringen. Und bei greifbaren Dingen kann man auch abstimmen.

http://derstandard.at/1259280893634/Der-Beginn-eines-Dammbruchs
http://derstandard.at/1259281176540/Feministinnen-und-Kleiderverbote

http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/525052/index.do?direct=524844&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/525291/index.do&selChannel=

Ergebnis-Details:

http://www.admin.ch/ch/d/pore/va/20091129/det547.html

Weils irgendwie doch dazu paßt:

Die Mehrheit der Kantone führte das Frauenstimm- und Wahlrecht auf kantonaler und Gemeindeebene kurz vor oder nach der eidgenössischen Abstimmung von 1971.

Nur die beiden Halbkantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden weigerten sich noch jahrzehntelang, auf kantonaler und Gemeindeebene nachzuziehen. In den 1980-er Jahren nahm der Druck der öffentlichen Meinung auf die Appenzeller stetig zu. Die Männer in Appenzell Ausserrhoden ergriffen 1989 die letzte Chance, den längst überfälligen Schritt zu vollziehen. Doch in Appenzell Innerrhoden tat sich immer noch nichts.
http://demokratie.geschichte-schweiz.ch/chronologie-frauenstimmrecht-schweiz.html

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Wieder einmal das Kreuz

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat kürzlich entschieden, dass das Kreuz in Klassenzimmern gegen die Menschrechte verstößt. Für mich jedoch verstößt es primär gegen die Trennung von Kirche und Staat. Diese ist ja bei weitem nicht vollständig durchgesetzt. Staatliche Instutionen und deren Vertreter dürfen nichts mit religiösen Symbolen zu tun haben. Das heißt: kein Kreuz in Schule und Gericht und keine kopftuchtragende Richterinnen oder Lehrernnen. Das sollte selbstverständlich sein. Ist die Aufklärung und die Trennung von Kirche und Staat nicht grundlegender Teil der europäischen Werte, auf die alle so pochen? Dann sollte dies auch gelebt werden.

Die islam. Glaubensgemeinschaft macht natürlich fröhlich mit, wenn es darum geht die Säkularisierung zu bekämpfen. Die indirekte Abmachung lautet ja: Kein Kopftuchverbot in Schulen und auch kein Kreuz-verbot.

Die Trennung von Kirche und Staat ist genauso wie die Entmachtung der Aristokratie nie freiwillig und ohne Probleme durchgeführt worden. Doch anscheinend traut sich heute keiner mehr an solche Themen ran. Ist auch klar, denn früher müssten die Herrscher sich auch nicht bei Wahlen rechtfertigen. Heute ist das alles langwieriger und komplizierter.

Aber so lange es nicht schlimmer wird, oder?

Realisierbarkeit:http://derstandard.at/fs/1256744257730/Kommentar-der-Anderen-Mit-der-Kirche-ums-Kreuz-streiten

Das Konkordat, dass zwischen dem Begründer des austrofaschistischen Ständestaats, und dem Vatikan beschlossen wurde: http://www.uibk.ac.at/praktheol/teilkirchenrecht/innsbruck/konkordat.html

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Umfragen: Stimmungen in der Bevölkerung

Am deutlichsten wird dies am Ergebnis eines Feldexperiments, bei dem die Gesamtstichprobe der Befragten in zwei gleich große, jeweils in sich repräsentative Gruppen unterteilt wurde. Der einen Hälfte der Befragten wurde die folgende Frage gestellt, die eine aktuelle Debatte in Berlin-Pankow aufgreift: „Einmal angenommen, in einer deutschen Großstadt soll in einem Stadtviertel eine Moschee gebaut werden. Die Behörden haben dem Bau zugestimmt, aber die Bevölkerung in dem Stadtviertel ist dagegen. Wie ist Ihre Meinung: Sollte man die Moschee bauen, auch wenn die Bevölkerung dagegen ist, oder sollte man auf den Bau verzichten?“

11 Prozent der Befragten meinten, man sollte unter diesen Umständen an dem Bau der Moschee festhalten, fast drei Viertel, 74 Prozent sagten dagegen, daß man die Moschee nicht bauen sollte. Der anderen Hälfte der Befragten wurde eine gleichlautende Frage gestellt, nur daß in diesem Fall nicht von einer Moschee, sondern von einem Jugendzentrum die Rede war. In diesem Fall sprachen sich 59 Prozent der Befragten für den Bau aus, nur 27 Prozent meinten, man solle besser darauf verzichten.

Immerhin 40 Prozent reagieren auf die Aussage „Um zu verhindern, daß es zu viele radikale, gewaltbereite Moslems in Deutschland gibt, sollte man die Ausübung des islamischen Glaubens in Deutschland stark einschränken“ mit Zustimmung.

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E2D1CB6E9AA1045B291A1FC21272D467D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://files.institut-fuer-menschenrechte.de/488/d70_v1_file_480f38e8eb612_Das_Islambild_in_Deutschland_es.pdf

äuqivalent dazu in der Türkei: http://www.focus.de/politik/ausland/tuerkei-viele-muslime-wollen-keine-juedischen-nachbarn_aid_440777.html

USA: http://www.allbusiness.com/services/business-services-miscellaneous-business/4700495-1.html

Nearly one in four Americans, 22%, say they would not like to have a Muslim as a neighbor.

oder: http://www.gallup.com/poll/24073/antimuslim-sentiments-fairly-commonplace.aspx

The array of concerns about Muslims’ loyalty to the United States and religious extremism may also help to explain why about 4 in 10 Americans favor more rigorous security measures for Muslims than those used for other U.S. citizens. This includes requiring Muslims — including those who are U.S. citizens — to carry a special ID, and requiring them to undergo special, more intensive, security checks before boarding airplanes in the United States.

Aber auch: http://www.welt.de/politik/article1779741/Mehrheit_der_Muslime_bewundert_westliche_Werte.html

Es war ein wissenschaftliches Großprojekt: 50.000 Interviews mit Muslimen aus meist islamischen Ländern. Der Einblick in ihre Gedankenwelt ergab: Sie glauben nicht, dass islamistische Extremisten ihre Probleme lösen. Stattdessen schätzen sie westliche Werte wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

http://www.gallup.com/consulting/worldpoll/26410/gallup-center-muslim-studies.aspx

Eine Studie, die vom Innenministerium (Fekter, ÖVP) in Auftrag gegeben wurde:

http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_Service/Integrationsstudie.pdf

Aber nur eine Minderheit ist der Meinung, dass “kulturelle und religiöse Vielfalt etwas Positives und für alle im Land eine Bereicherung” darstellen. Diesem Statement stimmten in ganz Österreich nur zehn Prozent der Befragten “völlig” und 27 Prozent “eher” zu.
Gfk, http://derstandard.at/1259281316263/Bricknersblog-Kulturell-intolerant

Eine Imas Studie von Feb 2010:

Demnach wäre es nur vier Prozent recht, wenn ein enges Familienmitglied einen Moslem heiraten würde. Bei drei Prozent der Befragten ist das allerdings schon der Fall, überdurchschnittlich häufig übrigens in Wien.
Auch die Akzeptanz von Minaretten in Österreich wurde abgefragt. Ergebnis: 59 Prozent sind „eher dagegen”. 51 Prozent finden, dass der Bau von Moscheen und das Tragen islamischer Kopftücher überhaupt verboten sein sollte.

http://diepresse.com/home/panorama/religion/543159/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

Kommentar dazu:
http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/542489/index.do?direct=543159&_vl_backlink=/home/panorama/religion/543159/index.do&selChannel=

Jänner 2011:
http://kurier.at/nachrichten/2063268.php

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Vorsicht ist besser als Nachsicht

Gescheit. Endlich sind wir in Österreich lernfähig und beugen vor anstatt später zu jammern.

Vorzeigebeispiele:

  • die 1500 Seelen Gemeinde Großheimkirchen, kämpft vehement dafür keine Muslime ansiedeln zu lassen. Kein Boden, keine Wohnung, kein Schulplatz. http://www.youtube.com/watch?v=AaOha0cmm8c . Nein keine Gefahr in Verzug, keine Türken oder sonstige Muslime in Sicht; einfach nur Vorsicht.
  • in Salzburg wiederum wurde von der SPÖ, ÖVP und FPÖ beschlossen, dass Ausländer keinen Platz in einem Pfelgeheim bekommen dürfen. Auch hier: Bis jetzt noch kein Ansuchen von Ausländern auf ein Platz im Pflegeheim. Diese (wie auch die ehemaligen Gastarbeiter) werden meistens für den Staat kostensparend zu Hause oder in der Heimat gepflegt. Aber besser Vorbeugen. Aber nicht alle Ausländer: “Türken zum Beispiel, Georgier, Albaner oder Serben bleiben ausgeschlossen, sagt Sozialressortchef Martin Panosch von der SPÖ”
    http://salzburg.orf.at/stories/395976/

    http://derstandard.at/fs/1254311841725/Stadt-Salzburg-sperrt-Altenheime-fuer-Auslaender?_seite=2&sap=2

  • gegen die ewigen Minarette haben wir zum Glück schon ein paar Gute Ansätze: eine Änderung der Bauordnung und Raumplanung kann einiges verhindern.
    http://kaernten.orf.at/stories/252330/
    http://oesterreich.orf.at/vorarlberg/stories/252666/

    http://www.oe24.at/oesterreich/politik/OeVP-Missethon_will_keine_Moscheen_in_Oesterreich_126636.ece

    http://www.misik.at/sonstige/artfremd.php

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Integration

Die integrationsfeindliche Einstellung des Staates/der Gesellschaft, die aus der Gastarbeitervorstellung beruht,  ist bald vorbei!?

weiter so:

aber nicht so:

Das übliche Muster: Sich großartig aufregen, dass es Probleme bei der Integration gibt, aber dann nichts dagegen machen wollen, sondern mit dem Finger zeigen und die Integration noch dazu erschweren. Einige Parteien haben ja genau das zum Ziel: Es muss Integrationsprobleme geben, diese müssen aufrecht erhalten und verschärft werden, sonst gibts ja kein Thema mehr, mit dem polemisieren kann.

Wenn sogar ich mich oft nicht willkommen fühle, weil ich einen fremden Namen trage, eine “fremde” Religion habe oder “fremd aussehe” (was wahrscheinlich die einzigen Unterschiede zum Durchschnitts-Ö sind), wie willkommen müssen sich dann Ausländer fühlen, wenn sie sehen, dass viele Leute gar nicht wollen, dass sie sich integrieren? Weil integrieren heisst ja, dass diese Leute sicherlich im Land bleiben und Aufstiegschancen haben. Gott bewahre.

Ich habe höchsten Respekt vor jemandem, der (warum auch immer) sein Ursprungsland verlassen hat (was schon schwer genug ist)  und sich dann in einer teilweise feindlichen Umgebung integriert. Dazu gehört Mut und Kraft.

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chile / Europa – Aufklärung erst im Anfangsstadium?

Das wohlhabendste Land in Südamerika, mit weniger Korruption als zB Frankreich, aber trotzdem reaktionär:

“Eheliche und uneheliche Kinder werden erst seit 1998 rechtlich gleich behandelt, das chilenische Eherecht sieht erst seit November 2004 eine Möglichkeit der Scheidung vor und Abtreibungen sind nach wie vor strikt verboten.”

wikipedia

Aber wir brauchen gar nicht so weit wegschauen. In Europa gibts auch genügend Beispiele. Irland oder Polen zb verbieten die Abtreibung, andere erschweren sie extrem oder haben sie erst vor kurzem eingeführt (http://www.tagesschau.de/ausland/meldung45522.html). Apropos: gerade die Länder,  mit einer besonders aufgeklärten Gesetzgebung (wi zb Niederlande), haben die niedrigste Abtreibungsrate. Irgendwie logisch.

Aber auch Gewalt gegen Frauen kommt nicht zu kurz. 700-900 Frauen sterben in Europa jährlich aufgrund von häuslicher Gewalt. (http://www.cafebabel.com/ger/article/18968/zuhause-geschlagen-von-der-gesellschaft-vergessen.html). Besonders schlimm ist es noch immer in Spanien, weswegen ein schärferes Gesetz, Spezialeinheiten und Aufklärungskampagnen verabschiedet wurden. http://www.islacanaria.net/spanien-gewalt-gegen-frauen-spanien-an-der-spitze-in-europa.html

Normalerweise wird immer nur auf die rückständigen verarmten Länder in Afrika und Asien hingewiesen, wenn es um die Unterdrückung der Frau geht. Im aufgeklärten, wohlhabenden Europa ist eine solche Unterdrückung aber doppelt so schlimm. Zeigt das, dass auch wenn in den Entwicklungsländern Wohlstand eingekehren würde, dies nichts an der Rückständigkeit in manchen Bereichen ändert? Haben diese Themen vielleicht weniger mit Wohlstand als mit Bildung und Aufklärung zu tun? Können umfassende und effektive Bildung auch ohne Wohlstand erreicht werden?…

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Leerstehende Wohnhäuser

In Wien gibt es 80.250 leerstehende Wohnungen, die hauptsächlich aufgrund von Spekulation brach liegen. Aber ist Häuserbesetzung wirklich das richtige Mittel? Auf jeden Fall zeigt es die Problematik auf, und das ist ja nicht schlecht. http://hausprojekt.noblogs.org/

Erinnert mich an den Wollnerhof am Brunnenmarkt, wo ich letztens vorbeigegangen bin. Der Wohnblock war ja jahrelang brach gelegen und zum Spekulationsobjekt verfallen. Die Stadt Wien versuchte jahrelang das Objekt zu kaufen, weil sie das Gebiet revatilisieren wollte. Anscheinend hat der Besitzer gut spekuliert und einen hohen Preis bekommen. Hört sich ein bißchen nach Erpressung an. Die Stadt hats natürlich weiterverkauft, an eine gemeinnützige Wohngesellschaft – die Zeiten des neuen Gemeindebaus sind ja vorbei.

http://derstandard.at/fs/1256743517593/Wohnungsleerstaende-Kein-Gott-kein-Staat-kein-Mietvertrag

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